{"id":5500,"date":"2023-09-16T16:13:49","date_gmt":"2023-09-16T14:13:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gladiatorenschule-berlin.rocks\/?page_id=5500"},"modified":"2023-09-16T16:13:49","modified_gmt":"2023-09-16T14:13:49","slug":"werkstatt-mit-adam-nawrot","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gladiatorenschule-berlin.rocks\/?page_id=5500","title":{"rendered":"Werkstatt mit Adam Nawrot"},"content":{"rendered":"<p>Sportlich waffenlos und historisch ger\u00fcstet<\/p>\n<p>Werkstatt mit Adam Nawrot<\/p>\n<p>Mein Thema ist immer die Verbindung von Sportwissenschaft und Geschichte gewesen.<\/p>\n<p>Das bedeutet es ging mir nie nur, um die Rekonstruktion einer Technik aus einem Mittelalterlichen Fechtbuch, so wie der Verfasser sie gern gesehen h\u00e4tte. Es ging mir immer auch darum, den Kampf in all seinen Spielarten zu betrachten, also auch der sportlichen. Rekonstruktion ist interessant, aber k\u00f6nnte sie von sportwissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren?<\/p>\n<p>Innerhalb der letzten Einhundert Jahre haben wir in vielen Sportarten immense Entwicklungen gesehen. Technisch wurden Quantenspr\u00fcnge vollzogen. Je komplexer die Sportart, desto gr\u00f6\u00dfer die Entwicklung. K\u00f6nnen wir Methoden aus diesem erarbeiteten Wissensschatz der Sportwissenschaft auch f\u00fcr den antiken oder mittelalterlichen, aber trotzdem sportlichen Wettkampf inkorporieren?<\/p>\n<p>In der Praxis benutze ich dazu zwei waffenlose Kampf-Sportarten, die schon in der Antike die Grundlage des Kampfes darstellten: Boxen und Ringen. Historisch betrachtet kann man antiken \u201esportlichen\u201c Kampf wohl kaum ohne diese zwei Grundpfeiler betrachten. Sportwissenschaftlich m\u00f6chte ich aufzeigen, wie ein Training der Prinzipien des Boxens, seines Distanzgef\u00fchls, des nah am Gegen\u00fcber Arbeitens, \u00fcbertragbar sind auf viele andere Arten des Kampfes. Gerade den mit kurzen Waffen. Und wie wichtig es ist, die Angst vor der Waffe oder der Faust so zu minimieren, dass eine rationale Reaktion und ein Gegenangriff stattfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ringen bietet wiederum Prinzipien der Arbeit mit dem Schwerpunkt des Gegen\u00fcbers. Anheben und Niederdr\u00fccken, Ziehen und Schieben, passieren auch im ger\u00fcsteten Kampf, und Elemente des Ringens sind in bewaffneten wie unbewaffneten Auseinandersetzungen unvermeidlich. Wieder m\u00f6chte ich einen Weg vorschlagen, vom Ringen ohne Waffen zum Einsatz von Techniken, aber vor allem von Prinzipien von Distanz und Bewegung des Ringens \u00fcbertragen auf den Kampf mit kurzen Waffen und dem Schild.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde also gern mit Euch erstmal ein wenig Boxen und Ringen. Dazu k\u00f6nnen wir Boxhandschuhe, Bandagen und Zahnschutz gebrauchen. Wer hat \u2013 wunderbar, aber ich werde auch noch einige mitbringen. Daraus w\u00fcrde ich gern \u00fcberleiten zum bewaffneten Kampf, wobei ich daf\u00fcr Coldsteel Messer Simulatoren und Rundschilde benutze. Dabei frage ich mich gern, ob nach Speer und Schild, nicht Sax und Schild, die weitaus h\u00e4ufigere Kombination gewesen ist als Schwert und Schild.<\/p>\n<p>Kurz w\u00e4ren die Kapitel also:<\/p>\n<p>-Auswirkungen von gef\u00fchrtem Boxsparring auf das Distanzgef\u00fchl.<\/p>\n<p>-Nah am Gegen\u00fcber arbeiten. Treffer erarbeiten durch Distanzgef\u00fchl und Beinarbeit.<\/p>\n<p>-Ringen aber keine Hand frei?<\/p>\n<p>-Die zu fr\u00fche Deckung wird umgangen. \u00dcben der sp\u00e4ten, entschlossenen Reaktion mit dem Dolch.<\/p>\n<p>-Die Mittellinie dominieren mit Schild und Dolch.<\/p>\n<p>Es geht mir dabei, um Aha-Effekte und darum ein f\u00fcr mich repr\u00e4sentatives Angebot an Themen und Herangehensweisen zu machen, weniger darum alle Burpees und Liegest\u00fctz der Welt zu machen und zu beschlie\u00dfen, dass wir alle ganz sch\u00f6n hart sind. Die Einheit soll also eher Werkstatt-Charakter haben, es ist sehr viel, die K\u00f6pfe werden rauchen, auch ohne, dass wir versuchen, drei Stunden lang das Tempo einer anderthalb Stunden Session durchzuhalten.<\/p>\n<p>Ich freue mich sehr auf Euch, sehr darauf Eure Gladiatur zu erleben und zu schauen, ob eine Schnittmenge mit meinem Angebot besteht.  <\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Adam<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sportlich waffenlos und historisch ger\u00fcstet Werkstatt mit Adam Nawrot Mein Thema ist immer die Verbindung von Sportwissenschaft und Geschichte gewesen. Das bedeutet es ging mir nie nur, um die Rekonstruktion einer Technik aus einem Mittelalterlichen Fechtbuch, so wie der Verfasser sie gern gesehen h\u00e4tte. 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