Salvete,
Freunde der Sport-Archäoligie !
Das Problem bei der Rekonstruktion einer antiken Sportart, von der keinerlei Regelwerk erhalten ist, ist, daß auch keiner von denen die dabei waren noch lebt, um uns das Ganze zu erklären.
Von daher haben alle Gladiatorenschulen das Problem, mit viel Versuch und Irrtum harauszufinden, wie das Gesamtkonzept überhaupt funtioniert hat. Weil: Gladiator war ja nicht – wie in Hollywood dargestellt – einfach ein Abschlachten, sondern ein Leistungssport, mit Regeln, Schiedsrichtern und allem drum und dran.
Die Großschildner haben es da noch relativ einfach, aber bei den Thrakern – um die geht es heute – mit ihren kleinen Rechteckschilden wird es schwierig. Abgesehen davon, daß es – wenn man sich die bildlichen Darstellungen ansieht – DEN Thraker-Schild in diversen Varianten gab.
Die Funktionsweise klingt ja erstmal einfach: plaziere den Schild zwischen dem Gladius deines Gegners und deinem Körper. Aber was ist die Ausgangsbasis ?
Weil: da der Schild relativ klein ist, und nicht den ganzen Körper abdeckt, muss er dazu bewegt werden. Mit möglichst geringen Aufwand. Basis dafür ist die Grundhaltung.
Wie halte ich den Schild im „Ruhezustand“ so, daß ich mich mit möglichst wenig Bewegung möglichts viel meines Körpers decken kann ? Und als Bonus meinen eigenen Schwertarm nicht blockiere ?
Wir haben dazu im laufe der Jahre recht viel Probiert, Revidiert und Phantasiert. Schild Schräg halten. Schild witer oben halten. Schild weiter unten halten. Schildabstand zum Körper. Und so weiter.
Und da wir ja gerne klugscheißen auch euch zum Experimentieren ermutigen wollen, präsentieren wir euch hier unsere aktuelle Grundhaltung des Thrakers


